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25 Jahre gemeinsame deutsch-französische Fortbildungen für Polizei und Justiz am Euro-Institut
Das Euro-Institut Kehl stellte gemeinsam mit der Polizei-Baden-Württemberg, der Bundespolizei, der französischen und baden-württembergischen Justiz, der Gendarmerie Nationale und der Police Nationale die deutsch-französische Fortbildungsreihe zur Polizei- und Justizzusammenarbeit vor. Anlass dafür war das 25jährige Bestehen der Fortbildungsreihe, am 26. Juni 2025 im Kulturhaus in Kehl
Der Feierstunde vorangegangen war bis zum frühen Nachmittag eine Veranstaltung der Fortbildungsreihe zum Thema Die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Betäubungsmittelkriminalität mit knapp 50 Beteiligten aus Deutschland und Frankreich. Agnès Robine, Oberstaatsanwältin aus Straßburg, und Maxime Fischer, deutscher Koordinator des Gemeinsamen Zentrums der deutsch- französischen Polizei- und Zollzusammenarbeit, Kehl, stellten die Ergebnisse des Seminars vor. Ein wichtiger Aspekt hierbei war, besonders für die Teilnehmenden aus Frankreich, die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland. Dieser Punkt war im Seminar ausführlich besprochen worden, z.B. was die genauen Regelungen und deren Umsetzung oder die bisher erreichte Wirkung des Gesetzes betraf. Wichtig waren außerdem die Unterschiede in den Rechtsgrundlagen und den Ermittlungsmethoden. Für die Teilnehmenden des Seminars ist es sehr wichtig, diese Unterschiede wahrzunehmen, da gerade im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität häufig grenzüberschreitend ermittelt wird.
Die Feierstunde, an der rund hundert Gäste von Polizei- und Justizbehörden beider Länder teilnahmen, wurde von Georg Walter, dem Direktor des Euro-Instituts, eröffnet. Herr Walter verwies auf die große Bedeutung der Fortbildungsreihe zur Polizei- und Justizkooperation für das Euro-Institut, das seit 1993 besteht und sich seither der Förderung, Unterstützung und Mitgestaltung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit widmet, mit einem breiten Angebot an Fortbildungen, Projektbegleitungsmaßnahmen sowie der Realisierung von Studien und einer intensiven Netzwerkarbeit.
Die nachstehend aufgeführten Vertreterinnen und Vertreter der Partnerbehörden betonten die Bedeutung der Fortbildung, insbesondere der gemeinsamen deutsch-französischen Fortbildung, sowie den gegenseitigen Kennenlernen und geschaffenen Vertrauen für eine effiziente Zusammenarbeit.
- Danièle CHURLET-CAILLET, Première présidente de la Cour d’appel de Colmar
- Jürgen GREMMELMAIER, Generalstaatsanwalt, Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe
- Christophe RODE, Procureur général près la Cour d’appel de Colmar
- Dr. Stefanie HINZ, Landespolizeipräsidentin Baden-Württemberg
- Leitender Polizeidirektor Marc WIESE, Bundespolizeidirektion Stuttgart
- Cécile RACKETTE, Directrice de Cabinet du préfet de la région Grand Est
Das Bläserquintett des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg umrahmte die Veranstaltung musikalisch.
→ Mehr über die deutsch-französische Fortbildungsreihe zur Polizei- und Justizzusammenarbeit.
Foto: Euro-Institut
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