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16.10.2019 15:39 Alter: 35 days

Mehr Bürgernähe durch Open Government?


Photo Seminar Open Government Euro-Institut

Am 8. Oktober fand am Euro-Institut das deutsch-französische Seminar „Mehr Bürgernähe durch Open Government?“ statt. Knapp 30 Interessierte tauschten sich über die Frage aus, was transparentes Handeln, Kooperation zwischen den verschiedenen Akteuren, Bürgerbeteiligung sowie digitale Kommunikation leisten können, um Politik und Verwaltung offener zu gestalten.

Die Vortragenden aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz hoben die wichtige Rolle der Bürgerschaft hervor, die Politik- und Verwaltungshandeln durch externe Impulse wesentlich bereichern und dynamisieren kann. Aber auch die Anforderungen, die offene Ansätze an die Verwaltungsmitarbeitenden stellen, wurden thematisiert. Wie kann sich Verwaltung entwickeln, um agil bzw. agiler zu werden? Steht eine solche Entwicklung im Widerspruch mit den Grundprinzipien der Verwaltung, die für das Gemeinwohl zuständig ist und hoheitliche Aufgaben ausführt? Inwieweit kann Transparenz helfen, bei den Bürgern Verständnis für die Abläufe und Ergebnisse, den Output, zu wecken? Diskutiert wurden auch die Risiken einer offenen Politik und Verwaltung, z.B. die Frage, wie sich die Mandatsträger in dieser neuen Konstellation wiederfinden. Die digitale Kommunikation zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept des Open Government. Sie hilft dabei, Daten bereitzustellen und trägt, z.B. durch Plattformen, zur Beteiligung bei. Datensicherheit und Datenschutz sind jedoch Aspekte, die auch in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind. Anhand von Praxisbeispielen zur Bürgerbeteiligung aus Kehl und Straßburg konnten die jeweiligen Ziele und Herausforderungen anschaulich gemacht und im Teilnehmerkreis diskutiert werden.

Weiterführende Information: Philippe Hamman, 2019 : Gouvernance et développement durable, Une mise en perspective sociologique, De Boeck Supérieur