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19.11.2019 15:32 Alter: 25 days

Offizielle Einweihung des Netzwerkes Jean Monnet „Grenzen in Bewegung“


Das Netzwerk Jean Monnet „Grenzen in Bewegung“, geleitet von Sciences Po Strasbourg, wurde am 18. November 2019 im Château de Pourtales in Straßbourg offiziell eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit hielt Birte Wassenberg, Professorin bei Sciences Po Strasbourg und Direktorin des Netzwerks Jean Monnet „Frontem“ eine Eröffnungsrede, gefolgt von Vorträgen von Michel Deneken, Präsident der Universität Strasbourg, Gabriel Eckert, Präsident von Sciences Po Strasbourg und Sylvain Schirmann, Direktor des Exzellenzzentrums Jean Monnet.

Das Netzwerk „Frontem“, das erste Netzwerk, das Frankreich im Rahmen des Jean-Monnet-Programms der Europäischen Union erhalten hat, umfasst 3 Exzellenzzentren und 7 Jean-Monnet-Lehrstühle aus verschiedenen Disziplinen in Europa und in Kanada. Das Ziel des Netzwerkes ist es, ein pluridisziplinäres und internationales Forschungszentrum aufzubauen, um zwei Forschungsfelder miteinander zu verbinden, die bisher nur wenig in Verbindung gebracht wurden: Europastudien und Border Studies. Das Netzwerk möchte damit einen neuen Blick auf die Rolle der Grenze bei der Europäischen Integration werfen und dabei bedenken, dass es nicht nur eine einzige Möglichkeit der Wahrnehmung und der Verwaltung der EU-Grenzen gibt, sondern dass diese vom spezifischen Kontext eines jeden betroffenen Grenzgebiets abhängen.

Drei Jahre lang wird das Netzwerk Kenntnisse und Praktiken zu fünf verschiedenen Modellen der Verwaltung von EU-Grenzen austauschen, in Zusammenarbeit mit jungen Forschern, Doktoranden und zivilgesellschaftlichen Vereinen. Anschließend soll eine vergleichende Analyse mit der Grenze Kanada/USA durchgeführt werden, um herauszufinden, ob die europäischen Modelle auf andere Regionen in der Welt übertragen werden können. Das Netzwerk sieht die Organisation mehrerer Doktorandenseminare und Konferenzen vor, um ein Panorama der Wahrnehmung der Grenze von Vertretern der Zivilgesellschaft in grenzüberschreitenden Regionen auszubreiten und eine Typologie an Modellen für die Verwaltung der EU-Grenzen zu entwickeln, die die politischen Bedürfnisse und die Erwartungen der Zivilgesellschaft befriedigen.

Die Einweihung des Zentrums Jean Monnet fand am Rande der Castle Talks-Konferenz „Crisis of peace ? The scars of history : reconcilisation in border regions“ statt, die im Château de Pourtales am 18. und 19. November 2019 im Rahmen des Jean Monnet-Projekts abgehalten wurde.