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Zweisprachige Kunstvermittlung im deutsch-französischen Grenzraum – Rückblick auf die Begleitung des Euro-Instituts im Projekt Atelier Mobile
In den letzten Monaten hat das Euro-Institut das von der Kunstschule Offenburg initiierte Projekt Atelier Mobile begleitet. Das Atelier Mobile ist ein mobiles Angebot an zweisprachigen Kunstworkshops vor Ort in Strasbourg und Kehl. Ob Theater, Textil, Fotografie – deutsche und französische Künstler*innen bieten in Form und Inhalt vielfältige Workshops für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien an, um durch Kunst einen interkulturellen Dialog über die Grenze hinweg zu fördern.
Aufgabe des Euro-Instituts war es, den Entwicklungsprozess des Ateliers Mobiles im Hinblick auf die bilinguale kulturelle Bildung zu begleiten und gemeinsam mit den sieben Künstlerinnen, die am Projekt teilgenommen haben, für den Grenzkontext passende Formate der Kunstvermittlung zu konzipieren.
Dieser Begleitprozess bestand aus einer aufeinander aufbauenden Fortbildungsreihe zwischen November 2024 und August 2025, aus Beobachtungen der Kunstworkshops zwischen den Fortbildungen und aus der Erprobung gemeinsam entwickelter Elemente in den Workshops.
In den Fortbildungen, die im Januar, Ende März und Anfang Juli stattfanden, diskutierten die Künstlerinnen über ihre Erfahrungen in der bilingualen Kunstvermittlung: Auf welche Herausforderungen treffen sie in ihren Workshops? Wie können sie sich auf ein Publikum vorbereiten, das mehrsprachig ist und unterschiedliche Erwartungen mitbringt? Wie können sprachliche und kulturelle Barrieren überwunden werden? Wie können sie in diesem Kontext handlungsfähig bleiben und agieren – insbesondere dann, wenn sie nicht zweisprachig sind?
Durch die Fortbildungen hatten die Künstlerinnen einen Raum, um über diese und andere Themen zu reflektieren, sich auszutauschen, gemeinsam neue Formate für Kunstvermittlung zu entwickeln und so ihre Kompetenzen zu stärken. Die Beobachtungen durch das Euro-Institut boten den Künstlerinnen weiterhin zumeist zum ersten Mal die Gelegenheit, Feedback zu verschiedenen Aspekten der Durchführung ihrer Kunstworkshops, wie beispielsweise Moderationsweise, Mehrsprachigkeit, Gruppendynamik oder Umgang mit Emotionen, zu erhalten.
Auf diese Art stellte der gesamte Begleitprozess des Euro-Instituts eine Unterstützung für die Künstlerinnen und die Kunstschule Offenburg als Auftraggeber dar. Die Ergebnisse des Austauschs, die gemeinsam entwickelten Formate, Ratschläge zur erfolgreichen Kunstvermittlung, Raster zur Selbstreflexion und weiteres stellen einen ersten Schritt in Richtung einer Toolbox zur erfolgreichen Kunstvermittlung in einem mehrsprachigen Kontext dar.
Es war uns eine Freude, dieses spannende Projekt begleiten zu dürfen! Wir danken der Kunstschule Offenburg und dem Team von Atelier Mobile sowie natürlich den Künstlerinnen für ihre aktive Beteiligung, ihre Inputs und ihre Kreativität in den letzten Monaten!
Dem Projekt Atelier Mobile und seinen Partnern viel Erfolg für alle weiteren künstlerischen Abenteuer!
Die Baden-Württemberg Stiftung unterstützt im Rahmen von Nouveaux horizons das Projekt Deutsch-Französische Kunstschule der Kunstschule Offenburg.
Workshops von Atelier Mobile, die im Rahmen der vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds organisierten deutsch-französischen Woche im Januar 2025 stattfanden, wurden durch diesen Fonds finanziell unterstützt.
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D-77694 Kehl
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