Unser Ansatz

Die Netzwerkarbeit spielt für das Euro-Institut seit jeher eine sehr wichtige Rolle. Dabei geht es uns zum einen um die grenzüberschreitende Vernetzung von Akteuren, die sich als gewünschter Nebeneffekt im Zuge unserer Fortbildungsveranstaltungen und als ein wesentlicher Effekt unserer Projektbegleitungsmaßnahmen ergibt.

Das Euro-Institut ist aber auch Mitglied und Teil zahlreicher Netzwerke auf unterschiedlichen Ebenen und nutzt die daraus resultierenden Kontakte und Verbindungen systematisch für seine Arbeit.

Dabei handelt es sich zum einen um Netzwerke, deren Mitglieder einen direkten Bezug zum Bereich der öffentlichen Verwaltung haben (PEAP, Association EUROPA, DANTE 4PA). Zum anderen geht es um Netzwerke, deren Mitglieder sich mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Europa beschäftigen (TEIN, AGEG, MOT).

Auf lokaler Ebene ist das Institut fester Bestandteil des Europäischen Kompetenzzentrums in Kehl am Rhein, das auch das Sekretariat der Oberrheinkonferenz, die Infobest Kehl-Strasbourg, den Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau, das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. und den Verein TRION umfasst.

Das Euro-Institut ist zudem Mitglied des in Straßburg angesiedelten Netzwerks „Pôle Européen d’Administration Publique“ (PEAP), dem die École Nationale d’Administration (ENA), die Université de Strasbourg, das Institut d’études politiques de Strasbourg, das Institut National des Etudes Territoriales (INET) und als assoziierter Partner die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer angehören. Im Rahmen dieses Netzwerks hat das Euro-Institut eine Reihe von Konferenzen durchgeführt und eine Reihe von Veröffentlichungen realisiert.

Auf gesamteuropäischer Ebene koordiniert das Euro-Institut das „Transfrontier Euro-Institute-Network“ (TEIN), welches sich aus Institutionen aus mehreren grenzüberschreitenden Kooperationsräumen innerhalb Europas zusammensetzt, die im Bereich der Begleitung der grenzüberschreitenden Kooperation aktiv sind. Im Rahmen dieses Netzwerks kann das Euro-Institut die zahlreichen Erfahrungen im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Oberrheinregion nutzen und an Partner aus anderen europäischen Grenzregionen weitergeben; gleichzeitig profitieren wir von den Erfahrungen unserer Netzwerkpartner und können diese für unsere eigene Arbeit nutzen. Die Zusammenarbeit ermöglicht allen Netzwerkpartnern eine wirkungsvolle, gemeinsame Positionierung auf europäischer Ebene sowie die Erarbeitung gemeinsamer Arbeitsmaterialien (Toolkits, Handbücher) und die Organisation internationaler Konferenzen, in deren Rahmen sich regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktiker der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit begegnen und austauschen.

Enge Kontakte pflegt das Euro-Institut auch mit der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) sowie mit der in Paris angesiedelten Mission Opérationnelle Transfrontalière (MOT).     

Das Euro-Institut ist Mitglied der Association EUROPA und realisiert regelmäßig gemeinsame Projekte mit diesem europäischen Netzwerk aus Verwaltungswissenschaftlern und –praktikern. Das Netzwerk umfasst Partnerinstitutionen in 20 europäischen Ländern. EUROPA wird von der Région Nouvelle-Aquitaine und weiteren Partnern aus Verwaltung und Wissenschaft unterstützt. Wichtige Themen des Netzwerks sind u.a. Struktur- und Verwaltungsreformen in Europa, die Stärkung der lokalen Demokratie, Fragen der Daseinsvorsorge, der sozialen Sicherung und der lokalen Finanzen.

Zuletzt wurde vom Euro-Institut im Juni 2017 die gemeinsame Tagung „Die Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen in Europa – Herausforderungen, zentrale Fragen und Lösungsansätze“ initiiert und organisiert. Durch die Mitwirkung von Referenteninnen und Referenten aus europäischen Partnerländern des Netzwerks konnte die europäische Sichtweise auf lebendige Weise dargestellt werden. EUROPA verfügt über den participatory status des Europarats, wodurch auch die Conference of INGOSs als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. 

Schließlich ist noch das Engagement des Euro-Instituts im Rahmen der Strategie der Europäischen Union für den Donauraum zu nennen.

Die Donauraumstrategie gehört zu den makroregionalen Strategien der Europäischen Union. Ziel der Strategie ist es, die grenzüberschreitende und transnationale Zusammenarbeit zu stärken, um so den Donauraum und die Europäische Union in unterschiedlichen Bereichen, wie z.B. Mobilität, Energie, Umwelt, institutionelle Kapazitäten, weiterzuentwickeln.

Das Land Baden-Württemberg war von Beginn an ein wichtiger Partner der Strategie, und das Euro-Institut realisiert seit 2011 mehrere Projekte mit Partnern aus den Donauländern. Bei diesen Projekten stand stets der Capacity-building-Ansatz DANTE4PA (Danube Network of Training Experts for Public Administration) im Mittelpunkt. Dieser Ansatz wurde vom Euro-Institut gemeinsam mit den Hochschulen Kehl und Ludwigsburg entwickelt und vom Land Baden-Württemberg unterstützt. Ziel des Projektes START-DANTE4PA, das mit Partnern aus Österreich, Ungarn, Rumänien und Slowenien durchgeführt wurde, war die Stärkung administrativer Kapazitäten in der Donauregion auf lokaler und regionaler Ebene. START-DANTE4PA wurde im Jahr 2016 abgeschlossen. Das Euro-Institut ist momentan Partner des Projekts „Unfolding the Danube Hub“, das gemeinsam mit dem Europa-Zentrum in Stuttgart sowie ungarischen, kroatischen und serbischen Partnern realisiert wird.