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04.11.2020 10:32 Alter: 23 days

Online-Veranstaltung: Die Auswirkungen von Covid19 auf die Flüchtlingskrise aus vergleichender europäisch-amerikanischer Perspektive


Einladung zur Online-Veranstaltung mit Diskussion und rundem Tisch im Rahmen der Castle-talks on cross-border cooperation, die vom Jean-Monnet-Projekt organisiert werden.

Datum und Uhrzeit: 16. November, 17.30 – 20 Uhr. 

In Europa hat die Flüchtlingskrise, die durch den immensen Flüchtlingsstrom im Jahr 2015 ausgelöst wurde, zu einem Prozess der Neuordnung der Grenzen geführt, der das Prinzip eines „Europas ohne Grenzen“, das von der Europäischen Union seit dem ehrgeizigen Projekt des Einheitlichen Europäischen Binnenmarktes im Jahr 1987 propagiert wurde, infrage gestellt hat. Heute scheint die COVID19-Pandemie diese Tendenz zu bestätigen, zumindest während der ersten Lockdownphase von März bis Juni 2020. Es geht um das Herzstück des Schengener Abkommens, das die Binnengrenzkontrollen für EU-Bürgerinnen und -bürgern abschafft. Die Wiedereinführung von „Grenzkontrollen“ in den EU-Mitgliedstaaten und innerhalb des Schengen-Raums stellt nicht nur ein Hindernis für die Mobilität innerhalb der EU dar, sondern führt auch zu wachsendem Protektionismus und neuer Angst vor „dem Anderen“, die das Potential einer Willkommenspolitik gegenüber Flüchtlingen stark gefährdet. Aber Mauern und Zäune gegen Flüchtlinge sind auch eines der führenden politischen Ziele der Trump-Regierung in den USA. Allerdings scheint die Mauer, die die USA von Mexiko trennen soll, in der öffentlichen Debatte weniger Aufmerksamkeit zu erregen, seit dem Beginn der COVID19-Krise. Beendet die Pandemie die Angst vor Migration oder verstärkt sie die Grenzprozesse in Europa und in den USA nur noch mehr?

Zu diesem Thema diskutieren zunächst Studierende der Rechtswissenschaften von Sciences Po Strasbourg und der Georgia State University in Atlanta, USA.

Anschließend folgt ein runder Tisch, der von Joachim Beck, Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl und Frédérique Berrod, Professorin für Rechtswissenschaften an Sciences Po Strasbourg, moderiert wird.

Zur Teilnahme melden Sie sich bitte hier an.

Den Zoom-Link finden Sie hier.